Das größte deutsche Nazi-Konzentrations- und Vernichtungslager ist lebendiger Zeuge eines der größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte und von fundamentaler Bedeutung für die gesamte europäische Zivilisation. Auschwitz-Birkenau konfrontiert uns mit den grundlegenden Fragen über die Menschheit, die Gesellschaft und die verheerenden Folgen von Antisemitismus, Rassenhass und Diskriminierung. 1947 hat der polnische Staat die Gedenkstätte im Auftrag der Überlebenden geschaffen, damit auch künftige Generationen die Möglichkeit haben, diesen Ort so authentisch wie möglich zu sehen.
Ziel der im Januar 2009 vom Überlebenden Professor Władysław Bartoszewski gegründeten Stiftung ist die Schaffung eines dauerhaften Kapitals, das die Erhaltung finanziert und die Erinnerung an Opfer und Überlebende fortleben lässt.
Das angestrebte Kapitalvolumen betrug ursprünglich 120 Millionen Euro, um zusammen mit jährlichen Erlösen von ca. 4–5 Millionen Euro den Globalen Erhaltungsplan zu realisieren: ein langfristiges Programm, das alle professionell durchgeführten Konservierungsarbeiten an der Gedenkstätte Auschwitz abdeckt. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage und insbesondere der aktuellen Rendite von Anleihen wurde das Kapital auf 180 Millionen Euro erhöht. Dadurch können die geplanten Erträge erzielt werden, ohne das Anlagerisiko zu erhöhen.
Das dauerhafte Kapital wird maßgeblich durch die Unterstützung von Ländern aus aller Welt, aber auch durch das Engagement zahlreicher Unternehmen und Privatpersonen aufgebracht.
Eine andere Säule unserer Stiftungsarbeit ist die Bildung. Wir führen verschiedene Bildungsprogramme durch, um Wissen über die Geschichte von Auschwitz-Birkenau und den Holocaust zu vermitteln. Unsere Bildungsinitiativen, wie beispielsweise das Programm „Auschwitz. In Front of your Eyes“, bieten virtuelle Live-Rundgänge durch die Gedenkstätte und Zugang zu einzigartigen Archivmaterialien. Dieses Programm gibt Lehrkräften weltweit die Werkzeuge und Ressourcen an die Hand, um die Geschichte von Auschwitz in ihren Unterricht zu integrieren. Zudem fördert es das Verständnis und die Reflexion über die Tragödie von Auschwitz im zeitgenössischen Kontext.