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Das Auschwitz Museum erhielt als Auftraggeber auf der Konferenz InfraBIM 2025 eine Auszeichnung für die Umsetzung des Building Information Modeling (BIM)-Projekts bei der Erhaltung historischer Gebäude im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz II-Birkenau.
Das Projekt „Implementierung von BIM im Lebenszyklus von Anlagen auf dem Gelände des ehemaligen KZ Auschwitz II-Birkenau“, das seit mehreren Jahren im Auschwitz Museum durchgeführt wird, wurde im Rahmen des Wettbewerbs infraLIDER in der Kategorie „Auftraggeber“ ausgezeichnet. Der Hauptpreis ging an den Central Communication Port und eine weitere Auszeichnung erhielt die Generaldirektion für Nationalstraßen und Autobahnen.
„Für uns ist es von großer Bedeutung, neben so großen öffentlichen Auftraggebern in den Bereichen Bauwesen, strategische Infrastruktur und Digitalisierung anerkannt zu werden“, sagte Agnieszka Tanistra-Różanowska, Leiterin des Global Conservation Plan.BIM (Building Information Modeling) ist ein Prozess zur Erstellung und Verwaltung von Daten rund um ein Gebäude – von der Planung und dem Bau bis hin zur Nutzung und Instandhaltung. BIM nutzt eine digitale Darstellung der physischen und funktionalen Eigenschaften eines Gebäudes und ermöglicht so eine präzisere Planung und ein optimiertes Projektmanagement.
„Die Implementierung von BIM wird im Museum im Rahmen des Masterplans zur Erhaltung seit 2017 konsequent von einem interdisziplinären Team durchgeführt. Dank der Arbeit und des Engagements der Spezialisten des Masterplans zur Erhaltung hat das Museum ein System entwickelt, das seine Konservierungsprojekte zur Erhaltung der Überreste des Lagers unterstützt“, sagte Tomasz Zemła, der das Projekt leitet und für die Implementierung der BIM-Technologie im Museum verantwortlich ist.
„Im Auschwitz Museum wird BIM – eine ursprünglich für die Bauindustrie entwickelte Methodik – zum Schutz historischer Bauwerke eingesetzt. Das Museum ist bestrebt, alle verfügbaren Werkzeuge und Technologien optimal zu nutzen, um eine möglichst umfassende und getreue Dokumentation der ihm anvertrauten Gebäude zu gewährleisten. Die Anwendung von BIM in diesem Umfang, auf so fortschrittliche und konsequente Weise, speziell zugeschnitten auf eine bestimmte Gruppe historischer Bauwerke, ist wegweisend für die Denkmalpflege in Polen. Umso wertvoller ist die uns zuteilgewordene Anerkennung“, betonte Tanistra-Różanowska.
Die Arbeit am Masterplan für die Erhaltung wird von der Auschwitz-Birkenau Foundation finanziert, die das Dauerkapital verwaltet, das zur Erhaltung aller Überreste des ehemaligen deutschen Nazi-Konzentrations- und -Vernichtungslagers Auschwitz eingerichtet wurde.
InfraBIM ist die größte Veranstaltung zum Thema digitales Bauen in Mittel- und Osteuropa. Während der Konferenz, die vom 10. bis 12. Juni in Krakau stattfand, wurden Themen wie die Digitalisierung des Bauwesens, BIM, Innovation und die Zukunft der Bauindustrie diskutiert.