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Professor Jürgen Rüttgers, Mitglied des Stiftungsrats Auschwitz-Birkenau, wurde mit dem Preis „Licht der Erinnerung“ – der höchsten Auszeichnung des Museums Auschwitz – geehrt. Die Auszeichnung wurde ihm am 29. April in Düsseldorf von Museumsdirektor Dr. Piotr M. A. Cywiński überreicht. Ein besonders bedeutender Aspekt des öffentlichen Engagements des Preisträgers ist sein Einsatz für den Erhalt der Authentizität der Gedenkstätte Auschwitz.
Als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und auch nach seinem Ausscheiden aus der Politik gehörte Jürgen Rüttgers zu den Politikern, die das Engagement des Bundes und der Länder für die Auschwitz-Birkenau Foundation unterstützten. Ziel der Stiftung ist die Finanzierung langfristiger Erhaltungsmaßnahmen und der Schutz aller authentischen Überreste des Konzentrationslagers Auschwitz.
„Die Gründung der Auschwitz-Birkenau Foundation und damit der gesamte Prozess der Authentizitätsbewahrung wäre ohne das persönliche Engagement von Professor Jürgen Rüttgers von Beginn an unmöglich gewesen.“ „Er verstand vollkommen, wie wichtig es ist, die Authentizität in der Bildung künftiger Generationen zu thematisieren, insbesondere jener, die die Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust nicht miterlebt haben und auch nicht Zeuge der enormen Nachkriegsbemühungen zum Aufbau eines gemeinsamen Europas werden konnten“, sagte Dr. Piotr M. A. Cywinski, Direktor des Museums Auschwitz.
Jürgen Rüttgers’ entscheidende Rolle bestand vor allem darin, die Überzeugung zu stärken, dass die Authentizität aller Überreste des deutschen Nazi-Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch ein stabiles, internationales Unterstützungssystem gesichert werden muss.
Jürgen Rüttgers wurde 1951 in Köln geboren. Er studierte Rechtswissenschaften und Geschichte. Ab 1987 war er Mitglied des Bundestages, wo er sich vor allem mit Wissenschafts-, Technologie- und Bildungspolitik befasste.
Von 1994 bis 1998 leitete er das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie und von 2005 bis 2010 war er Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Nach seinem Rückzug aus dem aktiven politischen Leben blieb er als Jurist, Akademiker sowie als Mitglied und Mitarbeiter von Institutionen, die sich mit historischer Erinnerung, internationalem Dialog und den deutsch-polnischen und deutsch-israelischen Beziehungen befassen, im öffentlichen Leben aktiv.
Das „Licht der Erinnerung“ ist eine Auszeichnung, die vom Direktor des Auschwitz-Birkenau State Museums für herausragende Verdienste um die Aufklärung über Auschwitz und den Holocaust gestiftet und verliehen wird. Sie würdigt Persönlichkeiten, die sich der Bewahrung und Weitergabe der Erinnerung an das deutsche Nazi-Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz verschrieben haben.
Bislang wurde diese Auszeichnung an Professor Władysław Bartoszewski, Krystyna Oleksy, Avner Shalev, Serge Klarsfeld, Luis Ferreiro, Romani Rose, Piotr Setkiewicz und Michael Berenbaum verliehen.